CDU Siegen stärkt Vereine bei Werbung auf Sportanlagen

12.08.2026

Die CDU-Fraktion Siegen setzt sich dafür ein, dass Sportvereine wichtige Sponsoring-Einnahmen auf städtischen Anlagen behalten.

Im Rahmen der neuen Nutzungsordnungen für städtische Sporthallen und Sportplätze konnte eine pauschale Einschränkung von Alkoholwerbung abgewendet werden.

Neue Nutzungsordnung für städtische Sportanlagen in Siegen

Der Rat der Stadt Siegen hat sich mit neuen Benutzungsregeln für städtische Sporthallen und Sportplätze beschäftigt. Hintergrund ist eine grundlegende Überarbeitung der bisherigen Regelungen, die nach fast 30 Jahren erneuert werden sollten. Dabei ging es unter anderem um mehr Sicherheit, klarere Vorgaben für die Nutzung der Anlagen sowie Regelungen für Vereine.

Nach öffentlicher Berichterstattung war zunächst auch ein Verbot von Alkoholwerbung auf städtischen Sportstätten vorgesehen. Dieser Passus wurde im politischen Verfahren jedoch wieder gestrichen. Damit bleibt Werbung von Brauereien und entsprechenden Sponsoren auf städtischen Sportanlagen vorerst möglich.

CDU-Fraktion: Vereine brauchen Planungssicherheit

Für die CDU-Fraktion Siegen ist das ein wichtiges Signal an die Sportvereine in der Stadt. Viele Vereine nutzen städtische Sportanlagen regelmäßig und haben dort Bandenwerbung oder andere Sponsoringflächen installiert. Die Einnahmen daraus sind häufig ein wichtiger Bestandteil der Vereinsfinanzierung.

Marc Klein, Vorsitzender der CDU-Fraktion Siegen, erklärt:

Die Vereine müssen sich erstmal keine Sorgen machen. Das konnten wir im Rat mit Mehrheit abwenden. Viele kleine Vereine leben vom Ehrenamt und sind auf diese Einnahmen angewiesen. Wer solche Sponsoringmöglichkeiten mit einem Handstreich streicht, gefährdet wichtige Unterstützung für den Sport vor Ort.

Sponsoring ist für viele Vereine unverzichtbar

Gerade im Amateur- und Breitensport tragen lokale Unternehmen erheblich dazu bei, Vereinsarbeit möglich zu machen. Das gilt auch für Brauereien, die Vereine nicht nur über Bandenwerbung unterstützen, sondern häufig auch über Getränkelieferverträge, Zuschüsse, Sachleistungen oder Hilfe bei Vereinsheimen und Anlagen.

Die Stadt Siegen betont selbst die Bedeutung des Sports für Gemeinsinn, Gesundheit und gesellschaftliche Verantwortung. Sportvereine seien Orte, an denen Gemeinschaft gebildet, Werte gelebt und Kinder sowie Jugendliche gefördert werden. Gleichzeitig stellt die Stadt Sportanlagen nach den geltenden Benutzungsordnungen für den Übungsbetrieb und für Sportveranstaltungen zur Verfügung.

Aus Sicht der CDU-Fraktion muss politische Regulierung deshalb immer auch die Realität der Vereine berücksichtigen. Ehrenamtliche Strukturen dürfen nicht zusätzlich belastet werden, wenn Vereine ohnehin mit steigenden Kosten, hohem Organisationsaufwand und begrenzten finanziellen Spielräumen umgehen müssen.

Verantwortungsvoll werben statt Vereine schwächen

Die CDU-Fraktion stellt zugleich klar: Es geht nicht darum, sorglosen Alkoholkonsum zu fördern. Es geht darum, eine sachgerechte und verhältnismäßige Lösung zu finden, die Jugendschutz, Verantwortung und Vereinsfinanzierung miteinander in Einklang bringt.

Brauereien stehen längst nicht nur für alkoholische Produkte. Viele Unternehmen bieten heute auch alkoholfreie Alternativen an und leisten gleichzeitig einen wichtigen Beitrag zur Unterstützung unserer Vereine. Deshalb braucht es hier Augenmaß statt pauschaler Verbote“, so Marc Klein.

Auch nach den neuen Regeln bleiben bestimmte Einschränkungen bestehen. Nach WDR-Berichterstattung sollen Werbung für Drogen und Sportwetten nicht erlaubt sein. Zugleich erhält die Stadt bessere Möglichkeiten, bei problematischem Verhalten oder ausufernden Alkoholexzessen einzugreifen.

CDU Siegen steht an der Seite der Sportvereine

Für die CDU Siegen ist klar: Sportvereine leisten einen unschätzbaren Beitrag für die Stadtgesellschaft. Sie bringen Menschen zusammen, fördern Kinder und Jugendliche, schaffen Gemeinschaft und tragen zur Lebensqualität in den Stadtteilen bei.

Deshalb wird sich die CDU-Fraktion weiterhin dafür einsetzen, dass Vereine verlässliche Rahmenbedingungen erhalten und ihre wichtige Arbeit nicht durch unnötige Hürden erschwert wird.

Die neuen Nutzungsordnungen für städtische Sportanlagen müssen Sicherheit und Ordnung gewährleisten. Gleichzeitig dürfen sie nicht dazu führen, dass Vereine wichtige Einnahmen verlieren und ehrenamtliches Engagement geschwächt wird.

Die CDU-Fraktion Siegen steht deshalb klar hinter den Vereinen und ihrer Arbeit für den Sport in unserer Stadt. Weitere Hintergründe zur Debatte gibt es in der aktuellen Folge des Podcasts „Unterm Krönchen“.