CDU Siegen beantragt: Erst Parkplätze schaffen, dann bewirtschaften

26.06.2026

Die CDU Siegen will neue Parkraumbewirtschaftung vorerst stoppen und zuerst zusätzliche Parkplätze rund um Kampenstraße und Innenstadt prüfen lassen.

Die CDU-Fraktion im Rat der Stadt Siegen spricht sich gemeinsam mit FDP und UWG gegen die vorschnelle Einführung einer zusätzlichen Parkraumbewirtschaftung im Bereich rund um Sandstraße, Friedrichstraße, Emilienstraße, Kampenstraße und weitere angrenzende Straßen aus. Stattdessen sollen zunächst konkrete Möglichkeiten für zusätzliche Parkplätze und Parkhauslösungen geprüft werden.

Mit einem Änderungsantrag zur Verwaltungsvorlage „Parkraumbewirtschaftungskonzept Innenstadt“ beantragen CDU, FDP und UWG, dass im betroffenen Quartier vorerst keine zusätzliche Parkraumbewirtschaftung eingeführt wird. Die Verwaltung soll stattdessen prüfen, wo innerhalb des Quartiers oder in unmittelbar angrenzenden Bereichen zusätzlicher Parkraum geschaffen werden kann. Besonders in den Blick genommen werden soll dabei auch der Parkplatz an der Kampenstraße auf Höhe der Fußgängerbrücke, bei dem eine Erweiterung durch zusätzliche Parkdecks untersucht werden soll.

Wir lösen das Parkplatzproblem nicht, indem wir den vorhandenen Mangel nur neu verwalten. Bevor zusätzliche Parkraumbewirtschaftung eingeführt wird, müssen wir erst prüfen, wie wir tatsächlich mehr Parkraum schaffen und den Parkdruck im Quartier reduzieren können“, erklärt Marc Klein, Fraktionsvorsitzender der CDU Siegen.

Aus Sicht der CDU-Fraktion besteht die Gefahr, dass eine zusätzliche Parkraumbewirtschaftung den Parksuchverkehr nicht reduziert, sondern lediglich in angrenzende Quartiere verlagert. Betroffen wären davon insbesondere Anwohnerinnen und Anwohner, deren Besucherinnen und Besucher sowie Menschen, die das Krankenhaus aufsuchen.

Die CDU Siegen setzt sich deshalb für eine Reihenfolge mit Augenmaß ein: Erst müssen tragfähige Lösungen für zusätzliche Parkplatzkapazitäten geprüft werden. Danach kann in einem zweiten Schritt über eine mögliche Bewirtschaftung entschieden werden.

Dabei sollen sowohl eine Umsetzung durch die KEG als auch durch private Investoren geprüft und die jeweiligen Finanzierungs- und Umsetzungsmöglichkeiten dargestellt werden.

Unser Ziel ist eine Lösung, die die Menschen vor Ort entlastet. Wer Parkraumbewirtschaftung einführt, ohne vorher zusätzliche Kapazitäten zu schaffen, riskiert neue Probleme in den Nachbarschaften. Genau das wollen wir verhindern“, so Marc Klein weiter.

Für die CDU Siegen bleibt klar: Der ruhende Verkehr soll langfristig sinnvoll gebündelt und möglichst in zentralen Parkhäusern organisiert werden. Dauerhaft parkende Fahrzeuge im öffentlichen Straßenraum dürfen nicht zur Dauerbelastung für Wohnquartiere werden. Deshalb braucht es zuerst eine ehrliche Prüfung zusätzlicher Parkmöglichkeiten – und erst danach eine Entscheidung über weitere Bewirtschaftungsmaßnahmen.