CDU Siegen fordert faire VHS-Finanzierung im Kreis Siegen-Wittgenstein

02.04.2026

Faire Finanzierung der Volkshochschulen im Kreis gefordert – Doppelstrukturen und hohe Belastung für Siegen beenden.

Ende des Kirchturmdenkens bei der Volkshochschule gefordert

Im Zuge der aktuellen Haushaltsberatungen im Kreis Siegen-Wittgenstein ist eine neue Diskussion über die Zukunft der Volkshochschule (VHS) in Siegen entbrannt. Konkret steht der Vorschlag im Raum, die VHS Siegen aufzulösen und mit der Kreis-VHS zu fusionieren.

Dazu äußern sich Chris Scheerer, stellvertretender Vorsitzender der CDU-Kreistagsfraktion, und Marc Klein, Fraktionsvorsitzender der CDU im Rat der Stadt Siegen, gemeinsam.

Unser Ziel ist es, Doppelstrukturen abzubauen und eine nachhaltige Lösung für ein attraktives VHS-Angebot im gesamten Kreis zu schaffen“, so Scheerer.

CDU Siegen: Aktuelle Finanzierung ist nicht gerecht

Aus Sicht der CDU liegt das zentrale Problem in der ungerechten Finanzierung der Volkshochschulen im Kreis. Während die Stadt Siegen ihre eigene VHS vollständig selbst finanziert, wird die Kreis-VHS über die Kreisumlage getragen – und damit von allen Kommunen gemeinsam.

Besonders kritisch: Die Stadt Siegen trägt rund 40 % der Kreisumlage, kommt zusammen mit den eigenen VHS-Kosten aber auf etwa 70 % der Gesamtkosten.

Die VHS ist eine kommunale Pflichtaufgabe. Wir können sie nicht einfach auflösen. Aber wir lehnen es ab, dass Siegen dauerhaft den Großteil der Kosten für andere Kommunen mitträgt“, erklärt Marc Klein.

Zwei Lösungswege für die Zukunft der VHS

Die CDU sieht zwei mögliche Wege für eine faire und zukunftsfähige VHS-Struktur im Kreis Siegen-Wittgenstein:

Fusion aller Volkshochschulen zu einer gemeinsamen Kreis-VHS mit Finanzierung über die Kreisumlage
Einführung einer differenzierten Kreisumlage, die berücksichtigt, welche Kommunen eine eigene VHS betreiben

Beide Optionen würden zu mehr Transparenz und gerechter Kostenverteilung führen.

Klare Forderung: Strukturen modernisieren statt blockieren

Für die CDU ist klar: Eine Lösung kann nur funktionieren, wenn alle Kommunen bereit sind, über bestehende Strukturen hinauszudenken.

Von schlankeren Strukturen profitieren am Ende alle – vor allem die Steuerzahler. Deshalb muss jetzt Schluss sein mit dem Kirchturmdenken“, so Klein.

Auch Scheerer betont, dass bisherige Modelle überarbeitet werden müssen:

Wenn eine Fusion gewünscht ist, müssen die Strukturen so gestaltet werden, dass sie wirtschaftlich funktionieren. Dazu gehört auch, Doppelstrukturen konsequent abzubauen.

Ziel: Starke VHS für den gesamten Kreis

Die CDU Siegen macht deutlich, dass sie für Gespräche über eine Fusion offen ist, gleichzeitig aber auf eine gerechte Finanzierung und tragfähige Strukturen besteht. Ziel bleibt ein starkes und bezahlbares VHS-Angebot für den gesamten Kreis Siegen-Wittgenstein.